Neigungskurs Geschichte setzt sich in Berlin für das Bildungsprojekt room28 ein

13. Juni 2012

Distel.JPGAls Thema der Gedenkstunde wählten wir Theresienstadt. Zeitgleich fand in Reutlingen die Ausstellung von room28 statt und die Kinderoper Brundibar wurde aufgeführt.

Frau Brenner-Wonschick wurde auf unsere musikalische Lesung aufmerksam und schickte uns ein "Starterpaket" zu, welches DVDs und Bücher als Hilfe zur Gestaltung einer Unterrichtsstunde zum Mädchenheim in Theresienstadt enthielt.
Daraufhin einigten wir uns die Kollekte der Gedenkstunde dem Verein room28 zu spenden.
Landesvertretung.JPGAufgrund dieses Engagements wurden wir nach Berlin eingeladen, damit wir dort mithelfen bei den entsprechenden politischen Stellen weitere Fördergelder für das Projekt aufzutreiben.
So waren wir in der Landesvertretung Baden-Württemberg zu Gast.

Dort stellten wir das Projekt room28 vor und zeigten auf, welchen Gewinn die Ausstellung und die Zeitzeugengespräche für Schulen haben können. Außerdem hatten wir ein Gespräch mit Frau Hilde Mattheis, MdB. Man versprach uns, dass man sich für unser Anliegen einsetzen werde.
Höhepunkt unserer Berlinreise war der Abend in der tschechischen Botschaft am 10. Mai 2012. Der tschechische Botschafter Dr. Rudolf Jindrák begrüßte die zahlreichen Gäste aus dem politischen und kulturellen Leben Berlins. Frau Brenner-Wonschick und Frau Helga Pollak-Kinsky, eine Überlebende aus Theresienstadt und Ausschwitz, stellten ihre bisherige Arbeit vor und warben um Fördergelder.

Der tschechische Professor Zdenek Beneš von der Karls-Universität Prag und der deutsche Professor Detlef Pech von der Humboldt-Universität in Berlin betonten in ihren Ansprachen die Wichtigkeit und die Chancen einer deutsch-tschechischen Unterrichtseinheit.
Tschechische_Botschaft1.JPGWir wurden dem Publikum als Beispiel einer gelungen Kooperation vorgestellt. Wenn weitere Fördergelder gewonnen werden können, soll eine mobile Ausstellung an Schulen an das Leben der Mädchen im Zimmer 28 im Ghetto Theresienstadt erinnern.
Im Anschluss an den offiziellen Teil lasen Frau Brenner-Wonschick und Frau Helga Pollak-Kinsky aus dem Buch „Die Mädchen von Zimmer 28". Das Ensemble „Zwockhaus" untermalte die Lesung mit Liedern aus Theresienstadt.

Neben unseren offiziellen Veranstaltungen besuchten wir noch zahlreiche historische Orte in Berlin: die Ausstellung Topografie des Terrors, die Mauergedenkstätte in der Bernauer Straße, den Bundesrat beim Tag der offenen Tür, das Kabarett „die Distel" und vieles mehr. Außerdem hatten wir Gelegenheit den besten Döner Berlins und die legendäre Currywurst beim „36" zu probieren.
Wir bedanken uns bei allen, die uns bei dieser Reise unterstützt haben: Bernd Spreemann, Hannelore Brenner-Wonschick, Helga Kinsky, Dirk Neldner, Bernd Felgendreher und natürlich unserem Elternbeirat.

 

Links: Weitere Informationen zu room28
Tschechische_Botschaft2.JPGTopografie_des_Terrors.JPG


Schlagworte:
Kategorie: Tagebuch