The Swingin' Alberts en Tour a Paris

15. Juni 2008

swinging_paris_2008.JPG5:40 – Unser schöner Panorama-Bus mit dem Boss persönlich als Fahrer rollte auf den Schulhof und so manch müder Schüler freute sich schon auf die weichen Sitze. Doch erst musste das Gepäck, die Instrumente und die Technik verstaut werden. Dann endlich fuhren wir in Richtung Paris. Dank diverser franco-allemanischer Tipps und eines kompetenten Fahrers verlief die Fahrt reibungslos durch die hübschen französischen Dörfer und Felder und Wälder. Um circa 16 Uhr schnupperten wir dann bereits die Luft der uralten Kulturmetropole Paris und bewunderten die schönen Fassaden und die unzähligen sowohl historischen als auch modernen Gebäude. Eines davon war das College Henry IV, dessen Orchester unsere Schule bereits besucht und mit seinem Programm viele begeistert hatte. Dort durften wir also unser Gepäck abladen und uns bei einem kleinen Empfang ein wenig von der doch recht langen Busfahrt erholen. Daraufhin bezogen wir unsere Herberge, die nur 2 Querstraßen entfernt war.

Bei einer öffentlichen Probe machten wir erste Bekanntschaften und – nicht zu vergessen – wir übten auch. Dabei freuten sich schon viele auf das Essen, das wir bald darauf in der Schulkantine des Collège zu uns nahmen.

Schließlich begaben wir uns mit mehr oder weniger vollen Mägen zurück in die Herberge, um von dort schon bald darauf wieder aufzubrechen zu einer Fahrt auf der Seine durch das abendliche Paris mit einem "Bateau Mouche", dem Aussichtsdampfer.

Nach diesem eindrücklichen Erlebnis und einem kleinen Spaziergang durch Paris begaben wir uns auf unsere Zimmer und – je nach Mentalität und Alter der Bewohner – wurde dann früher oder später an den erstaunlich weichen Matratzen gelauscht.

Am nächsten Morgen um 8 Uhr durften wir ein typisch französisches JuHe-Frühstück in unsere hungrigen Münder bugsieren. Danach brauchen wir zu einem echten Sightseeing Marsch durch die Stadt auf, bei dem wir Notre-Dame, den Louvre und noch viele andere Sehenswürdigkeiten zu sehen bekamen.

Dank des fast englisch anmutenden Wetters gingen wir frisch gewaschen wieder in die Kantine des Henry IV, um Abend zu essen. Kurz darauf holten wir uns im Rathaus des 5. Pariser Arrondissements bei der Generalprobe den letzten Schliff.

Nach einer kurzen Pause begann das Konzert um 20:30 mit einem tollen Auftritt des französischen Orchesters „H4“ unter der Leitung von Mme Mirouze. Nach fast einer Stunde Spielzeit und Zugabe gab uns die Pause das Signal, uns für unseren Auftritt bereit zu machen.

Wir liefen auf der Bühne ein und brausender Applaus empfing uns. Die Stimmung war perfekt und stieg mit jedem Stück, das wir spielten, sowohl bei uns als auch im Publikum. In diesem befanden sich unter anderem der Bürgermeister des Arrondissements und Rektoren der jeweiligen Schulen. Am Ende unseres Programms schienen nicht einmal zwei Zugaben zu reichen.

Gleich nach dem Konzert ging es dann weiter in den wohl bekanntesten Pariser Jazzkeller, um den Abend bis in den Morgen hinein ausklingen zu lassen. So fiel das Aufstehen am nächsten Morgen dann nicht allen so leicht. Die Abfahrt klappte jedoch recht planmäßig und so ging es um circa 9 Uhr los.

Auf dem Rückweg besuchten wir noch die Festung von Verdun, über die Herr Hass uns informierte. Verdun war während des ersten Weltkrieges der Schauplatz einer Schlacht mit ca. 600.000 Todesopfern. Die von uns besichtigten Bunkeranlagen hatten während der Schlacht circa 15mal den Besitzer gewechselt und zeigen auch heute noch ein eindrückliches Bild über die Grauen des Krieges.

Nach wenigen Stunden ging es dann noch die restlichen 7 Stunden Busfahrt nach Hause, wo wir um ca. 22 Uhr ankamen. Vive la France!

 

Von: T. Kaufmann



Schlagworte: Swingin' Alberts
Kategorie: Tagebuch