Wie in jedem Schuljahr ist auch in diesem Mai eine Gruppe unverzagter Lateiner in Richtung Köln aufgebrochen, um auf den Spuren der Römer zu wandeln - lesen Sie den ausführliche Bericht der Schülerinnen und Schüler hier...
Zu unserer aufregenden Reise nach Köln-Trier traten um 7:30 an. Wir fuhren von der Reutlinger Eishalle aus nach Frankfurt, wo wir um 10:15 am jüdische Museum in Frankfurt ankamen. Bei der dortigen Führung ging es vor allem um die Judengasse und die Familie Rotschild. Als nächster Programmpunkt stand die Saalburg an, welche wir wir um 12:30 erreichten. Dort konnte wir eine Menge über das Heerwesen der Römer und die Saalburg an sich erfahren. Anschließend, gegen 15:30, fuhren wir dann den restlichen Weg nach Köln, wo wir dann endlich um 18:30 ausgepowert ankamen. In der Jugenherberge konnten wir dann zum Glück noch unsere wenige Freizeit genießen, wobei die meisten, von diesem Tag schon ziemlich erschöpft, früh ins Bett fielen.
Am zweiten Tag sind wir um 9 Uhr morgens mit neuen Kräften zu einer römischen Grabkammer gefahren. Wir konnten einen römischen Steinsarg sehen, in dem verschiedene Bilder einer Familie eingemeißelt waren, zu dem wir in einem Referat mehr erfahren konnten.
Nachdem wir wieder ans grelle Tageslicht gekommen sind, fuhren wir auch schon wieder weiter. Unser Ziel war der Kölner Dom, der ca. Als wir ankamen, durften wir das meisterliche Bauwerk von außen besichtigen. Um 11 Uhr durften wir uns dann in einer ausgiebigen Mittagspause erholen.
Um 14 Uhr haben wir uns das Römisch-Germanische Museum zeigen lassen. Dort haben wir erfahren, wie Köln früher ausgesehen hat und durften das große Grabmonument des Publicius, das ca. 40n.Chr. erbaut wurde, betrachten. Weil die Römer noch keine Teppiche kannten, haben sie Mosaike, die aus tausenden von kleinen Steinen bestanden und überall Verzierungen hatten, als Fußboden benutzt.
Zwei berühmte Mosaike haben wir gesehen: Das Philosophen-Mosaik und das etwas größere Dionysos-Mosaik, von dem leider manche Teile fehlten, sodass wir ihn nicht in voller Schönheit sehen konnten.
Später konnten wir den Dom von innen besichtigen, wo das Licht durch die vielen bunten Fenster fiel und die heilige Madonna, der 3-Könige-Schrein und das Gero-Kreuz standen. Wieder draußen, mussten wir auch schon wieder weiter, nämlich um den Turm zu besteigen. 100 Meter ging es mit der fast nie endenden Wendeltreppe hoch. Nach 15 beschwerlichen Minuten kamen wir endlich oben an, und wurden dafür belohnt, so weit heraufzulaufen: Die Aussicht war gigantisch. Man konnte fast über ganz Köln schauen, so hoch war der Turm!
Als wir schließlich nach weiteren 15 Minuten wieder unten waren, sind wir um 17 Uhr erschöpft in unseren Bus gestiegen, der uns nach Hürth brachte, wo wir uns ein bisschen erholen konnten.
Am Sonntag gab es erstmal nach dem Aufstehen ein leckeres Frühstück! Gleich darauf packten wir schnell noch unsere Koffer zusammen und es ging ab in die St. Ursula Kirche, wo wir etwas Unerwartetes sahen – eine komplette Halle („Goldene Kammer“ genannt) die vom Fußboden bis zur Decke mit 10.000 Knochen übersät war. - Seltsames Gefühl!
Danach gegen 10:20, begaben wir uns auf die Spuren der Römer in Köln und entdeckten noch so die Einen oder Anderen römischen Überreste in der ganzen Stadt verteilt. Daraufhin kamen wir Vormittags an der St. Gereon Kirche an, welche ebenfalls ein wirklich beeindruckendes Bauwerk darstellt.
Gleich nach dieser Besichtigung wollte uns Hr. Kreuzberger eigentlich in einen römischen Abwasserkanal führen, doch dieser war leider nicht geöffnet. Deshalb verbrachten wir eine längere Mittagspause mit viel Spaß in der Innenstadt von Köln!
Um 14:15 fuhren wir dann weiter zum Aquädukt nach Vussem, zu welchem auch noch ein Referat gehalten wurde. Wenn wir wollten, hätten wir es auch noch besteigen können, aber die meisten waren zu diesem Zeitpunkt einfach zu erschöpft.
Nach dieser kurzen Besichtigung ging es dann endlich direkt nach Trier. Nach der Ankunft gab es für alle noch einmal ein nettes Abendessen und schon danach gingen die meisten müde ins Bett.
Am vierten Tag haben wir nach dem Frühstück um 9 Uhr einen Rundgang durch Trier, der ältesten Stadt in Deutschland, gemacht. Zuerst waren wir beim St. Maximin, einem früheren Mönchskloster, das jetzt neben einer Schule als Sporthalle dient. Darunter waren eine Grabkammer mit Grabfeldern, die von Kaiser Konstantin erbaut wurde. Alles war voller aufeinandergestapelten Steinsärgen, in denen man meist verrottete Leichen oder nur Knochen fand, die allerdings schon alle herausgeholt waren.
Als nächstes sind wir zu Porta Nigra, das frühere Stadttor von Trier aus schwarzen Steinen gebaut, gelaufen und haben es besichtigt. An den Wänden hat man vieles erkannt, u.a. die Abbildungen der Gesichter von verschiedenen Menschen. Zum Schluss hat man uns noch zu Trierer Dom geführt, der lang nicht so groß wie der Kölner Dom war, aber immer noch eindrucksvoll mit seinen bunten Fenstern und römischen Schriften. Angeblich soll die heilige Helena früher den Heiligen Rock Jesu hierhergebracht haben.
Man konnte zwar ein kunstvoll geschmücktes großes Gefäß sehen, aber mehr auch nicht. Ab 12 Uhr durften wir noch in der Stadt bummeln, aber sonst war auch schon der vierte Tag unserer Reise beendet.
Nach einer, für den Einen mehr, für den Anderen weniger, erholsamen Nacht, ging es am Mittwoch Morgen um circa halb 10 los. Von der Jugendherberge aus liefen wir ungefähr 15 Minuten direkt zu der ältesten Brücke Deutschlands, welche über die Mosel verläuft. Dort wurde uns das sehr informative Referat von einer unserer Wegbegleiter gehalten.
Gleich danach ging es weiter - wieder etwas Bewegung. Wir liefen noch einmal ungefähr 15 Minuten von der Brücke aus zu den Kaiserthermen in Trier, wo wir durch die Eingangslobby direkt auf das Feld gelangten, auf welchem früher die gigantischen Kaiserthermen standen! Auch hier war er wieder sehr spannend, da noch viele original römische Überreste der Kaiserthermen zu sehen waren.
Aus einem weiteren Referat erfuhren wir, dass diese Thermen ca 300 n. Chr. von dem Kaiser Constantinus Chlorus und seinem Sohn seinem Sohn Konstantin, zu repräsentations Zwecken erbaut wurde! Nach einer kurzen Besichtigung ging es auch gleich schon wieder weiter, zu den Kolosseum in Trier! Schon aus weiter Entfernung konnte das riesige Bauwerk einen beeindrucken.
Als wir dann im Kolosseum ankamen, erfuhren wir durch zwei Referate, die dort gehalten wurden, für welche brutalen und teilweise diskriminierenden und grausamen Schauspiele dieses riesige Bauwerk zur Römerzeit gebraucht wurde. Wie wir von unserem Lehrer erfuhren, wurde dieses Kolosseum auch oftmals überflutet, und zwar um Seeschlachten nachzuspielen - unfassbar!
Auf jeden Fall ging es dann auch, nach einer kurzen Pause, sofort wieder weiter. Wie gewohnt - zu Fuß. Schon ein wenig erschöpft kamen wir dann bei der Palastaula, auch Konstantinbasilika genannt, an, wo uns auch gleich schon wieder ein Referat vorgetragen wurde, aus dem wir erfuhren, dass der Innenraum der Palastaula 67m lang, 27m breit und 33m hoch ist! Daraufhin waren wir natürlich alle gespannt, dieses riesige Gebäude, welches jetzt als Kirche genutzt wird, von innen zu besichtigen. Diese riesige Halle konnte einen beim erstmaligen Betreten wirklich erschlagen! Naja, so weit so gut.
Von dort aus liefen wir dann wieder zurück zur Jugendherberge, wo wir erstmal ein wenig Freizeit bis zum Nachmittag hatten. Später ging es dann mit dem Bus nach Luxemburg, in einer Stadt namens "Nennig", wo wir ein sehr gut erhaltenes Mosaik aus der Römerzeit anschauen konnten. - Beeindruckend! Nicht lange hielten wir uns dort auf, mit dem Bus fuhren wir, bereits wirklich müde, zurück in unsere Jugendherberge. Dort durften wir unsere Freizeit dann frei gestalten, die meisten blieben nach diesem erschöpfenden Tag aber in ihrem Zimmer und ruhten sich aus. Donnerstag, den 20.5 Jetzt heißt es packen!
Unser letzter Tag, unsere Exkursion geht zu Ende. Morgens noch einmal frühstücken, dann die Taschen in den Bus tragen und los geht’s! Um halb 9 fuhren wir in das ,"Landesmuseum Trier". Dort betrachteten wir eine Nachbildung der Igeler Säule zu der uns Paul ein ausführliches Referat hielt und uns aufklärte, dass die richtige Säule in der Stadt ,"Igel" steht. Außerdem sahen wir noch ein Stadtmodell des römischen Trier's, auf welchem man das ganze Trier schön von oben betrachten und alle Bauten sehen konnte.
Als wir uns im Museum ganz umgesehen hatten, kündeten uns Herr Hofgärtner und Herr Kreuzberger an , dass wir ein kleinen Wettbewerb machen werden, bei dem sich jeder ein Ausstellungsstück aussuchen muss und es so gut wie möglich zeichnen soll. Um 11:00 sind wir aus dem Museum gegangen und Marvin schoss ein Gruppenfoto von uns. Jetzt traten wir die richtige Heimreise nach Reutlingen an.
Diese Busfahrt verlief dann zum Glück auch noch relativ reibungslos! Nun war es an der Zeit die Sieger unseres Zeichenwettbewerbes zu küren. Das schönste Bild hatte Clara aus der 9a gezeichnet uns das "lustigste" Alexander aus der 9b. Herzlichen Glückwunsch!
Um 16:00 sind wir in unserer Heimatstadt Reutlingen angekommen. Köln/Trier war klasse und wir bedanken uns bei allen, die uns unsere Unterkünfte an uns "vermietet" haben. Wir haben zwar nicht ganz so viel Wissen eingesammelt (durch unseren schönen Magen-Darm-Virus) wie unsere Vorgänger, aber dafür wurde der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe wirklich sehr gestärkt! Köln/Trier war für uns, trotz einzelner Probleme, einfach eine super Zeit!