Sicherlich fragen sich einige Eltern, Schüler und vielleicht auch Lehrer: Warum benötigt das AEG einen Förderverein? Wie wir alle sehen können, hat die Schule einen Anbau erhalten. Dieser Anbau im Rahmen der IZBB-Maßnahme des Bundes wäre ohne die Gründung eines Fördervereins nicht möglich gewesen.
Hierzu ein Auszug aus der lnternetseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung:
Grundlage des "lnvestitionsprogramms Zukunft Bildung und Betreuung" ist die von Bund und Ländern am 12. Mai 2003 unterzeichnete Verwaltungsvereinbarung zum "lnvestitionsprogramm Zukunft Bildung und Betreuung". Bis zum Jahr 2007 stellt der Bund insgesamt 4 Mrd. EUR für den Auf- und Ausbau von Ganztagsschulen zur Verfügung. lm internationalen Vergleich befindet sich Deutschland mit seinem Schulsystem, das fast ausschließlich auf Halbtagsschulen baut, in einer Sonderrolle. lm europäischen und außereuropäischen Ausland sind Ganztagsschulen so verbreitet, dass es dafür keinen eigenen Begriff gibt. Dort bedeutet "Schule" ganz selbstverständlich, dass Schülerinnen und Schüler auch am Nachmittag unterrichtet und betreut werden.
Die Stadt Reutlingen als Schulträger setzt bei der Gewährleistung dieser Betreuung auf das so genannte Fördervereinskonzept, das sich nach Ansicht der Stadt im Bereich der verlässlichen Grundschule bewährt hat. Daher wurde dieses Konzept auf die anderen Schularten übertragen. Das Fördervereinskonzept sieht vor, dass die Kosten zur Erstellung des Gebäudes von Bund, Land und vom Schulträger übernommen werden. Die Betriebskosten gehen zu Lasten des Schulträgers. Sowohl der Schulträger als auch das Land Baden-Württemberg gewähren Zuschüsse für Betreuungsmaßnahmen. Der Betrieb der Mensa und die Organisation der Betreuungsmaßnahmen sind aber vom Förderverein der jeweiligen Schule eigenverantwortlich zu regeln. Zusätzliche Lehrerdeputate sind in diesem Betreuungskonzept nicht vorgesehen, so dass wir hier vor einer großen Herausforderung stehen.
Der Antrag zur Teilnahme an der IZBB-Maßnahme wurde im Dezember 2003 an den Schulträger übergeben. Damit war - wie beschrieben - die Verpflichtung zur Vereinsgründung verbunden. Anfang 2004 wurden die Zuschüsse genehmigt und die Planung begann; der Elternbeirat informierte über die Ziele und die Aufgaben des zu gründenden Vereins.
Zu Beginn des Jahres 2005 wurde eine Satzung erarbeitet und am 02.02.2005 wurde der Verein mit ca. 30 Gründungsmitgliedern gegründet. Seither arbeitet das Vorstandsteam an den gestellten Aufgaben.
Mit der Hausaufgabenbetreuung und der Kreativ-Werkstatt haben bereits die ersten Aktivitäten begonnen.
Im Laufe der Zeit werden wir die Angebote weiter ausbauen (Außenschach, weitere Tischtennisplatte, etc.), um dazu beizutragen, dass sich unsere Kinder in der Schule wohlfühlen können.
Nachdem alle Auflagen erfüllt waren, wurden dem AEG die Mittel zum Bau einer Cafeteria genehmigt. Das Gebäude wurde als Mensa und Aufenthaltsmöglichkeit geplant.
Am 27.06.2005 wurde mit dem Bau begonnen, am 30. Juli 2006 fand die offizielle Schlüsselübergabe an den Bauherrn statt. Die Bauarbeiten verliefen fast planmäßig und ohne großen Lärm, so dass es zu keiner Beeinträchtigung des Unterrichts kam.
Dies war eine schwierige Frage, denn die Möglichkeiten sind vielfältig und hängen unter anderem sehr vom Engagement der Beteiligten und den baulichen Gegebenheiten ab. Um eine möglichst hohe Akzeptanz zu erreichen, wurde eine Umfrage initiiert, bei der klar zum Ausdruck kam, dass die Eltern am Essen interessiert sind, sich aber nicht einbringen können.
Außerdem wurde die Küche nicht als Koch-, sondern als Ausgabeküche geplant.
Aus diesen Gründen wurde beschlossen, dass die Bewirtung an einen Catering-Service vergeben wird. Auch dies war nicht einfach, da in der Umfrage ein Essenspreis von ca. 3,50EUR von der Mehrzahl als Preisgrenze angegeben wurde und einige Anbieter zu diesem Preis nicht liefern und Personal stellen können. Von vielen angefragten Betrieben erhielten wir kein Angebot.
Aus diesen Gründen wurde beschlossen mit dem Landeswohlfahrtsverband Rappertshofen einen Vertrag zu schließen. Rappertshofen kann etwas günstiger anbieten, da es hier auch geförderte Arbeitsplätze für behinderte Menschen gibt. Der Catering-Service stellt auch das Personal zur Essensausgabe. Die Einbeziehung behinderter Menschen hielt der Förderverein für wichtig, denn auch die Förderung der sozialen Fähigkeiten ist ein Vereinsziel.
In der Mensa des AEG wird ein bargeldloses Bezahlungssystem eingeführt. Das bedeutet, die Bezahlung erfolgt über Geldkarten der verschiedenen Banken (KSK,VOBA, etc.), die an den Kassenautomaten der Banken geladen werden. Dieses System hat den Vorteil, dass die Bezahlung schnell erfolgen kann und kein großer Aufwand für den täglichen Kassenabschluss notwendig ist.
In jedem Fall wird die Cafeteria den Lebensraum Schule aufwerten und Möglichkeiten für weitere vielfältige Aktivitäten bieten.
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