Ganz auf eigene Faust

20. Oktober 2014

abichor_2014.jpgDie Schulgemeinschaft des AEG staunte nicht schlecht, als die Kursstufe II am Donnerstagabend ganz ohne die Unterstützung ihrer Lehrer ein abendfüllendes Konzert zur Aufführung brachte. Unter der musikalischen Leitung von Jule Schäfer und Borui Zhu studierten Abichor und Abiband sowie einige Solisten eigenständig ein musikalisch vielfältiges Programm ein. Auch für Bühne, Sound und Licht zeichneten die Schüler selbst verantwortlich.

Der erste Teil des Abends stand unter dem Motto „Abi-Feelings“, in dem die knapp fünfzig Schülererinnen und Schüler das befreiende Gefühl des „Wir haben’s geschafft!“ schon einige Monate vor dem Abschluss der Prüfungen erahnen ließen, unter anderem mit Prayer in C, das 2014 in einem Remix von Robin Schulz zu einem Ohrwurm wurde, und mit Shackles von Mary Mary, das der Chor mit einer schwungvollen Choreographie sang.

Lyrisch zart erklangen hingegen Stairway to Heaven von Nicolas Oehler an der Gitarre und die Eigenkomposition Sunset at Sea von Isabella Nold, die das Stück für Klarinette und Klavier mit ihrer Mitschülerin Vera Butz aufführte. Gebannt hörte das Publikum auch Jacqueline Pöppes Interpretation des ersten Satzes von Beethovens Klaviersonate Pathétique zu.

Spätestens mit Set Fire to the Rain sprang im zweiten Programmteil unter dem Motto „Catching Fire – Die Tribute der Schule“ der Funke endgültig auf die voll besetzte Aula über, als Marius Färber (Gitarre) die stimmgewaltige Jule Schäfer begleitete. Auch Royals von Lorde begeisterte die Zuhörer. Den Höhepunkt des Abends stellte das O Fortuna aus Carl Orffs Carmina Burana dar. Jüngere Schüler unterstützten die Abiturienten mit einem eigens dafür zusammengestellten kleinen Orchester, geleitet von Borui Zhu, darunter der Schlagzeuger Felix Hornstein mit seinem kräftigen Paukenschlag.

Nicolas Oehler und Sophie Banke begleiteten das Publikum als Moderatoren durch das Programm. Im Finale, Michael Jacksons Heal the World, sahen sie nicht nur einen Wunsch, sondern drückten darin auch ihren Willen aus, nach dem Abi auf diesem Globus selbst Verantwortung zu übernehmen. Dass sie dazu in der Lage sind, haben sie hier schon im Kleinen überzeugend unter Beweis gestellt.

Nach dem Konzert ließen einige Abiturienten übrigens verlauten, dass für Mitte November ein Poetry Slam am AEG geplant ist, der ebenfalls ganz allein von ihnen geplant und durchgeführt wird – mit Slammern von anderen Schulen und aus anderen Orten. Das Prinzip der Graswurzelbewegung zieht Kreise … Eine Ankündigung folgt an dieser Stelle.

 

Autorin: Julia Brauch



Schlagworte: konzert, Abi2014
Kategorie: Tagebuch