An einem sonnigen Freitagmorgen begaben sich 42 Lateinschüler und ihre drei Imperatoren auf die Reise nach Köln und Trier. Nach zwei Stunden Busfahrt legten wir auch schon den ersten Zwischenstopp an der Saalburg (Taunus) ein. Von nun an begleiteten uns in den nächsten sechs Tagen stundenlange Führungen und lateinische Inschriften. Wieder im Bus ging es weiter nach Köln, wo uns eine sehr naturnahe Jugendherberge erwartete.
Nach einer langen Nacht und genau zwei Brötchen verschwanden wir in einer Grabkammer unter der Erde und stiegen anschließend ganze 509 Stufen, bis wir die Spitze des Kölner Doms erreichten!! Mit gut gefülltem Magen schenkten wir unsere Aufmerksamkeit den Überresten des Prätoriums und liefen danach einen 100m langen Abwasserkanal entlang. Da Herr Kreuzberger uns jeden Stein zeigen wollte, den die Römer je berührt hatten, jagten wir im Turbo durch die Straßen Kölns. Wieder zurück in der Jugendherberge lieferten sich unsere kleinen und großen Jungs ein spannendes Fußballmatch und entdeckten dabei einen neuen Star am Fußballhimmel (Hr. Kreuzberger)!!
Nachdem wir das Römisch-Germanische Museum praktisch nur im Sitzen erkundet hatten, fuhren wir nach "Augusta Treverorum" (Trier). Dort bezogen wir eine richtig zentrale Jugendherberge, mit der wir alle mehr als zufrieden waren. Am Abend spazierten wir noch zur Römerbrücke und erkundeten die Jugendherberge.
Der nächste Morgen begann mit einer Führung und einem Besuch im Trierer Dom und endete mit einer langen Mittagspause in Trier. In den Gräberfeldern von St. Maximin bewegten wir uns auf einem 50 cm breiten Weg und Sarkophagen fort und erblickten schließlich wieder das Tageslicht. Danach genossen wir den einzigen und wunderschönen freien Nachmittag.
Am Dienstag hatten wir ein volles Programm, um in der kurzen Zeit die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Trier zu besichtigen. Und so sahen wir die Kaiserthermen, das Amphitheater, die Palastaula und die Porta Nigra in einem Rekordtempo von drei Stunden. Nach einer zwei-stündigen Wanderung zu einem überdimensionalen Steinhaufen (keltischem Ringwall) endete auch dieser Tag.
Unser letzter Tag begann mit dem Kofferpacken und einem Besuch im Landesmuseum Trier, wo wir Keramikstücke und Münzen ihrer Zeit zuordneten. Danach ging es noch zum Gladiatoren-Mosaik in Nennig , vor dessen Toren wir in der brennenden Hitze und unter Sonnenschirmen zu Mittag aßen. Als Ergänzung des Mittagessens fuhren wir auf der Heimfahrt mit unserem richtig sympathischen Busfahrer Mark beim allgemein beliebten McDonald vorbei. Aber wie bekanntlich hat jede noch so schöne Fahrt ein Ende und so kamen wir dann um 19.00 in Reutlingen und in den Pfingstferien an, die wir nach diesen Gewaltmärschen auch wirklich brauchten.
Ein "Danke" gilt unseren drei begleitenden Lehrern: Hr. Strauß, Hr. Kreuzberger und Fr. Windhausen-Wienss für die Infos, das Verständnis, Spaß und die Freiheiten.